Das Tempodrom ist ein Berliner Veranstaltungsort nahe dem Anhalter Bahnhof. Seine Geschichte begann 1980 mit einem alternativen Zirkuszelt am Potsdamer Platz, das später an verschiedenen Orten stand. Der heutige feste Bau wurde 2001 eröffnet und von Gerkan, Marg und Partner entworfen. Das steil aufragende, zeltähnliche Betondach erinnert bewusst an die mobile Anfangszeit und setzt zwischen Bürohäusern und historischen Spuren des Bahnhofs ein markantes Zeichen.
Im großen und kleinen Saal finden Konzerte, Shows, Comedy, Preisverleihungen und Firmenveranstaltungen statt. Bestuhlung, Einlass und Garderobe hängen stark vom jeweiligen Format ab. Das Tempodrom ist daher kein täglich zu besichtigendes Denkmal, obwohl seine Dachform von außen jederzeit erkennbar ist. Besucher sollten Ticket, Saalbezeichnung und erlaubte Taschengröße prüfen. Der nahe Restportikus des Anhalter Bahnhofs und der Park am Gleisdreieck bieten zusätzliche historische und städtebauliche Bezüge, wenn genügend Zeit vor einer Veranstaltung bleibt.
Als Veranstaltungsort wird das Gebäude am besten über eine konkrete Aufführung, ein Konzert oder eine angekündigte Führung erlebt. Beim Besuch von „Tempodrom“ helfen ein langsamer Rundgang und der Vergleich mit verlässlichen historischen Abbildungen helfen, erhaltene Substanz, Rekonstruktion und spätere Ergänzungen zu unterscheiden. Die heutige Nutzung bestimmt, welche Bereiche öffentlich sind. Private, betriebliche oder gesicherte Räume dürfen nicht als frei zugängliche Sehenswürdigkeit verstanden werden. Beschilderung, Absperrungen und Hinweise des Personals haben immer Vorrang. So wird der Ort nicht nur als Name auf einer Karte, sondern als Teil der Berliner Stadtgeschichte und Gegenwart nachvollziehbar.
Praktische Angaben ändern sich schneller als die historische Bedeutung des Ortes. Deshalb nennt dieser Text keine dauerhaft garantierten Preise oder minutengenauen Öffnungszeiten. Maßgeblich bleiben Aushänge, Betreiberinformationen und Anweisungen des Personals. Wer am Morgen oder außerhalb großer Veranstaltungen kommt, findet häufig bessere Bedingungen zum Betrachten und Fotografieren. Wettergerechte Kleidung, ein geladenes Telefon und eine gespeicherte Rückverbindung erleichtern den Ablauf. Gleichzeitig sollten private Flächen, Anwohner und andere Gäste selbstverständlich respektiert werden. Für aktuelle Einschränkungen durch Bauarbeiten, Sonderveranstaltungen oder Sicherheitslagen bleibt stets der Betreiber beziehungsweise die zuständige Berliner Einrichtung die verlässlichste Quelle. Angaben von Drittanbietern sollten mit diesem Stand abgeglichen werden.