Schloss Bellevue liegt im nördlichen Tiergarten unmittelbar an der Spree und dient als Berliner Amtssitz des Bundespräsidenten. Der frühklassizistische Bau entstand 1785 und 1786 für Prinz August Ferdinand von Preußen nach Plänen von Michael Philipp Boumann. Sein langgestreckter Hauptflügel und die beiden Seitenflügel bilden eine zurückhaltend repräsentative Anlage. Der Name bezieht sich auf die freie Aussicht, die das Schloss ursprünglich in die umgebende Landschaft bot.
Nach wechselnden Nutzungen, Kriegsschäden und Wiederaufbau wurde Bellevue 1994 zum ersten Amtssitz des Staatsoberhauptes erklärt. Hier finden Gespräche, Ernennungen, Empfänge und Staatsakte statt. Das Schloss ist deshalb kein regulär zugängliches Museum; Innenbesuche sind nur zu besonderen Veranstaltungen oder nach offizieller Einladung möglich. Bei protokollarischen Terminen können Wege und Bereiche weiträumig gesichert werden. Von öffentlichen Wegen im Tiergarten und am Spreeufer lässt sich die Anlage dennoch gut in ihrem politischen und landschaftlichen Zusammenhang betrachten.
Als aktive Institution folgt der Ort seinem politischen, wissenschaftlichen oder öffentlichen Auftrag und nicht den Erwartungen eines gewöhnlichen Museums. Beim Besuch von „Schloss Bellevue“ helfen ein langsamer Rundgang und der Vergleich mit verlässlichen historischen Abbildungen helfen, erhaltene Substanz, Rekonstruktion und spätere Ergänzungen zu unterscheiden. Die heutige Nutzung bestimmt, welche Bereiche öffentlich sind. Private, betriebliche oder gesicherte Räume dürfen nicht als frei zugängliche Sehenswürdigkeit verstanden werden. Beschilderung, Absperrungen und Hinweise des Personals haben immer Vorrang. So wird der Ort nicht nur als Name auf einer Karte, sondern als Teil der Berliner Stadtgeschichte und Gegenwart nachvollziehbar.
Der Standort lässt sich gut mit weiteren Zielen im jeweiligen Viertel verbinden, solange die Route nicht zu dicht geplant wird. Öffnungszeiten, Tickets und Bauzustände sollten am selben Tag über die zuständige Einrichtung kontrolliert werden; Suchmaschinen und ältere Portale können überholt sein. Für den Weg sind öffentliche Verkehrsmittel meist sinnvoll, dennoch gehören Fußwege zwischen Haltestelle und Eingang zur realistischen Zeitplanung. Eine Reserve für Kontrollen, Orientierung oder Pausen verhindert, dass unerwartete Änderungen den gesamten Besuch bestimmen. Für aktuelle Einschränkungen durch Bauarbeiten, Sonderveranstaltungen oder Sicherheitslagen bleibt stets der Betreiber beziehungsweise die zuständige Berliner Einrichtung die verlässlichste Quelle. Angaben von Drittanbietern sollten mit diesem Stand abgeglichen werden.