Die Schaubühne am Lehniner Platz befindet sich in einem bedeutenden Bau der klassischen Moderne. Erich Mendelsohn entwarf das Gebäude Ende der 1920er Jahre als Kino Universum innerhalb des WOGA-Komplexes. Nach wechselnden Nutzungen wurde es von Jürgen Sawade für das Theater umgebaut; 1981 zog die Schaubühne vom Halleschen Ufer hierher. Die geschwungene Fassade am Kurfürstendamm und flexible Bühnenräume verbinden Architektur- und Theatergeschichte.
Das Haus ist für zeitgenössisches Regietheater, neue Dramatik und internationale Gastspiele bekannt. Mehrere Säle können unterschiedlich angeordnet werden, sodass Publikum und Spielfläche nicht immer im klassischen Gegenüber stehen. Produktionen beschäftigen sich häufig mit gesellschaftlichen Konflikten und aktuellen Texten, daneben bleibt die Neuinterpretation des Repertoires wichtig. Für Besucher zählen der konkrete Vorstellungsbeginn und die jeweilige Bühne. Das Gebäude lässt sich von außen gut betrachten, Innenzugang besteht in der Regel im Zusammenhang mit Aufführungen oder angekündigten Führungen.
Als Veranstaltungsort wird das Gebäude am besten über eine konkrete Aufführung, ein Konzert oder eine angekündigte Führung erlebt. Beim Besuch von „Schaubühne am Lehniner Platz“ helfen ein langsamer Rundgang und der Vergleich mit verlässlichen historischen Abbildungen helfen, erhaltene Substanz, Rekonstruktion und spätere Ergänzungen zu unterscheiden. Die heutige Nutzung bestimmt, welche Bereiche öffentlich sind. Private, betriebliche oder gesicherte Räume dürfen nicht als frei zugängliche Sehenswürdigkeit verstanden werden. Beschilderung, Absperrungen und Hinweise des Personals haben immer Vorrang. So wird der Ort nicht nur als Name auf einer Karte, sondern als Teil der Berliner Stadtgeschichte und Gegenwart nachvollziehbar.
Wer den Ort erstmals besucht, sollte einen eindeutig bezeichneten Eingang oder Treffpunkt wählen. Bei großen Komplexen können mehrere Straßenanschriften existieren, während kleine Gedenkorte leicht übersehen werden. Aktuelle Navigation ist hilfreich, ersetzt aber nicht die Beschilderung vor Ort. Ein zeitlicher Puffer erlaubt es, Texte zu lesen, die Umgebung wahrzunehmen und auf kurzfristige Änderungen zu reagieren. Besonders an Wochenenden oder bei Großveranstaltungen sind öffentliche Verkehrsmittel oft planbarer als die Parkplatzsuche im Zentrum. Für aktuelle Einschränkungen durch Bauarbeiten, Sonderveranstaltungen oder Sicherheitslagen bleibt stets der Betreiber beziehungsweise die zuständige Berliner Einrichtung die verlässlichste Quelle. Angaben von Drittanbietern sollten mit diesem Stand abgeglichen werden.