Das Olympiastadion Berlin wurde für die Olympischen Sommerspiele 1936 als Mittelpunkt des Reichssportfeldes errichtet. Architekt Werner March entwarf einen monumentalen, teilweise in den Boden abgesenkten Bau, dessen Geschichte untrennbar mit der Selbstdarstellung des nationalsozialistischen Regimes verbunden ist. Das Gelände umfasst weitere historische Anlagen und Kunstwerke, die kritisch eingeordnet werden müssen. Eine Besichtigung ist deshalb sowohl Sporterlebnis als auch Begegnung mit politisch belasteter Architektur.
Zwischen 2000 und 2004 wurde das Stadion grundlegend modernisiert und mit einem neuen Dach versehen, während wesentliche denkmalgeschützte Strukturen erhalten blieben. Es ist Heimspielstätte von Hertha BSC und Austragungsort großer Fußballspiele, Leichtathletikereignisse und Konzerte. Auffällig ist die blaue Laufbahn um das Spielfeld. Außerhalb von Veranstaltungen können Rundgänge oder Führungen angeboten werden. Spieltage verändern Zugang, Sicherheitskontrollen und Verkehr erheblich, weshalb aktuelle Hinweise des Stadions maßgeblich sind.
Bei einer Sportstätte hängen Atmosphäre und Zugang vom Belegungsplan ab, wobei Spieltag, Training und veranstaltungsfreie Zeit grundverschiedene Bedingungen schaffen. Beim Besuch von „Olympiastadion Berlin“ helfen ein langsamer Rundgang und der Vergleich mit verlässlichen historischen Abbildungen helfen, erhaltene Substanz, Rekonstruktion und spätere Ergänzungen zu unterscheiden. Die heutige Nutzung bestimmt, welche Bereiche öffentlich sind. Private, betriebliche oder gesicherte Räume dürfen nicht als frei zugängliche Sehenswürdigkeit verstanden werden. Beschilderung, Absperrungen und Hinweise des Personals haben immer Vorrang. So wird der Ort nicht nur als Name auf einer Karte, sondern als Teil der Berliner Stadtgeschichte und Gegenwart nachvollziehbar.
Praktische Angaben ändern sich schneller als die historische Bedeutung des Ortes. Deshalb nennt dieser Text keine dauerhaft garantierten Preise oder minutengenauen Öffnungszeiten. Maßgeblich bleiben Aushänge, Betreiberinformationen und Anweisungen des Personals. Wer am Morgen oder außerhalb großer Veranstaltungen kommt, findet häufig bessere Bedingungen zum Betrachten und Fotografieren. Wettergerechte Kleidung, ein geladenes Telefon und eine gespeicherte Rückverbindung erleichtern den Ablauf. Gleichzeitig sollten private Flächen, Anwohner und andere Gäste selbstverständlich respektiert werden. Für aktuelle Einschränkungen durch Bauarbeiten, Sonderveranstaltungen oder Sicherheitslagen bleibt stets der Betreiber beziehungsweise die zuständige Berliner Einrichtung die verlässlichste Quelle. Angaben von Drittanbietern sollten mit diesem Stand abgeglichen werden.