Das Konzerthaus Berlin bildet den architektonischen Mittelpunkt des Gendarmenmarkts. Karl Friedrich Schinkel entwarf es als Schauspielhaus, das 1821 eröffnet wurde. Der klassizistische Bau integrierte Teile eines abgebrannten Vorgängergebäudes und erhielt eine reich gegliederte Freitreppe sowie Skulpturenschmuck. Im Zweiten Weltkrieg schwer zerstört, wurde das Haus in der DDR rekonstruiert und 1984 als Konzerthaus wiedereröffnet. Damit verbindet es Theatergeschichte, Wiederaufbau und heutiges Musikleben.
Heimatensemble ist das Konzerthausorchester Berlin. Zusätzlich treten Gastorchester, Kammermusikgruppen, Solisten und Nachwuchskünstler auf. Mehrere Säle erlauben Programme unterschiedlicher Größe, von Sinfoniekonzerten bis zu Gesprächsformaten und Familienangeboten. Der Innenraum orientiert sich in wichtigen Teilen am historischen Erscheinungsbild, ist aber auf Konzertnutzung abgestimmt. Bei Außenbesichtigung sollte man den gesamten Gendarmenmarkt einbeziehen; für Innenräume ist eine Veranstaltung oder Führung nötig. Bau- und Platzmaßnahmen können Zugänge vorübergehend beeinflussen.
Als Veranstaltungsort wird das Gebäude am besten über eine konkrete Aufführung, ein Konzert oder eine angekündigte Führung erlebt. Beim Besuch von „Konzerthaus Berlin“ helfen ein langsamer Rundgang und der Vergleich mit verlässlichen historischen Abbildungen helfen, erhaltene Substanz, Rekonstruktion und spätere Ergänzungen zu unterscheiden. Die heutige Nutzung bestimmt, welche Bereiche öffentlich sind. Private, betriebliche oder gesicherte Räume dürfen nicht als frei zugängliche Sehenswürdigkeit verstanden werden. Beschilderung, Absperrungen und Hinweise des Personals haben immer Vorrang. So wird der Ort nicht nur als Name auf einer Karte, sondern als Teil der Berliner Stadtgeschichte und Gegenwart nachvollziehbar.
Praktische Angaben ändern sich schneller als die historische Bedeutung des Ortes. Deshalb nennt dieser Text keine dauerhaft garantierten Preise oder minutengenauen Öffnungszeiten. Maßgeblich bleiben Aushänge, Betreiberinformationen und Anweisungen des Personals. Wer am Morgen oder außerhalb großer Veranstaltungen kommt, findet häufig bessere Bedingungen zum Betrachten und Fotografieren. Wettergerechte Kleidung, ein geladenes Telefon und eine gespeicherte Rückverbindung erleichtern den Ablauf. Gleichzeitig sollten private Flächen, Anwohner und andere Gäste selbstverständlich respektiert werden. Für aktuelle Einschränkungen durch Bauarbeiten, Sonderveranstaltungen oder Sicherheitslagen bleibt stets der Betreiber beziehungsweise die zuständige Berliner Einrichtung die verlässlichste Quelle. Angaben von Drittanbietern sollten mit diesem Stand abgeglichen werden.