Das Europa-Center am Breitscheidplatz wurde 1965 eröffnet und galt als Symbol des modernen West-Berlins. Der Gebäudekomplex verband Hochhaus, Einkaufsflächen, Gastronomie, Kino und Unterhaltung in einer damals neuartigen Form. Auf dem Dach dreht sich der weithin sichtbare Mercedes-Stern. Im Inneren gehört die große Uhr der fließenden Zeit, die farbige Flüssigkeit durch Glaskugeln und Röhren leitet, zu den bekanntesten gestalterischen Elementen.
Heute bestehen Einkaufszentrum und Büroturm weiter, doch Geschäfte und gastronomische Betriebe wechseln im normalen kommerziellen Betrieb. Architektonisch ist das Center besonders im Zusammenhang mit Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, Bikini Berlin und Nachkriegsentwicklung der City West interessant. Öffentliche Ladenbereiche sind zugänglich, Büroetagen dagegen nicht. Wer nur den Turm fotografieren möchte, findet vom Breitscheidplatz gute Perspektiven. Für einen Besuch einzelner Angebote sind aktuelle Öffnungszeiten maßgeblich; die Geschichte des Gebäudes sollte nicht mit einer Garantie bestimmter Mieter verwechselt werden.
Für die architektonische Einordnung sind nicht nur die Hauptfassade, sondern auch Material, Proportionen, Umbauten und die angrenzenden Freiräume wichtig. Beim Besuch von „Europa-Center“ helfen ein langsamer Rundgang und der Vergleich mit verlässlichen historischen Abbildungen helfen, erhaltene Substanz, Rekonstruktion und spätere Ergänzungen zu unterscheiden. Die heutige Nutzung bestimmt, welche Bereiche öffentlich sind. Private, betriebliche oder gesicherte Räume dürfen nicht als frei zugängliche Sehenswürdigkeit verstanden werden. Beschilderung, Absperrungen und Hinweise des Personals haben immer Vorrang. So wird der Ort nicht nur als Name auf einer Karte, sondern als Teil der Berliner Stadtgeschichte und Gegenwart nachvollziehbar.
Praktische Angaben ändern sich schneller als die historische Bedeutung des Ortes. Deshalb nennt dieser Text keine dauerhaft garantierten Preise oder minutengenauen Öffnungszeiten. Maßgeblich bleiben Aushänge, Betreiberinformationen und Anweisungen des Personals. Wer am Morgen oder außerhalb großer Veranstaltungen kommt, findet häufig bessere Bedingungen zum Betrachten und Fotografieren. Wettergerechte Kleidung, ein geladenes Telefon und eine gespeicherte Rückverbindung erleichtern den Ablauf. Gleichzeitig sollten private Flächen, Anwohner und andere Gäste selbstverständlich respektiert werden. Für aktuelle Einschränkungen durch Bauarbeiten, Sonderveranstaltungen oder Sicherheitslagen bleibt stets der Betreiber beziehungsweise die zuständige Berliner Einrichtung die verlässlichste Quelle. Angaben von Drittanbietern sollten mit diesem Stand abgeglichen werden.