Der Berliner Hauptbahnhof wurde 2006 an der Stelle des früheren Lehrter Bahnhofs eröffnet. Der Entwurf des Architekturbüros von Gerkan, Marg und Partner organisiert den Verkehr auf mehreren Ebenen: Züge der Nord-Süd-Verbindung fahren tief unter der Erde, während die Ost-West-Stadtbahn auf Viadukten durch die gläserne Halle verläuft. Diese Kreuzung macht das Gebäude zu einem der wichtigsten Bahnknoten Deutschlands und zu einem markanten Eingang in das Regierungsviertel.
Fern-, Regional- und S-Bahn-Verkehr treffen hier auf U-Bahn, Straßenbahn und Busse. Die vertikale Struktur ist eindrucksvoll, kann bei knapper Umsteigezeit aber unübersichtlich wirken. Reisende sollten Ebene, Gleisnummer und Wegzeit zu den unterirdischen Bahnsteigen beachten. Geschäfte und Gastronomie folgen teilweise erweiterten Bahnhofszeiten, ersetzen jedoch keine aktuelle Fahrplanauskunft. Reichstagsgebäude, Kanzleramt und Spree liegen in Gehweite. Der Name wird in der üblichen Form „Berlin Hauptbahnhof“ beibehalten, während der historische Lehrter Bahnhof nur als Kontext dient.
Als Bahnhof dient der Ort zuerst der Mobilität; historische oder architektonische Beobachtungen müssen sich dem laufenden Reisebetrieb unterordnen. Beim Besuch von „Berlin Hauptbahnhof“ helfen ein langsamer Rundgang und der Vergleich mit verlässlichen historischen Abbildungen helfen, erhaltene Substanz, Rekonstruktion und spätere Ergänzungen zu unterscheiden. Die heutige Nutzung bestimmt, welche Bereiche öffentlich sind. Private, betriebliche oder gesicherte Räume dürfen nicht als frei zugängliche Sehenswürdigkeit verstanden werden. Beschilderung, Absperrungen und Hinweise des Personals haben immer Vorrang. So wird der Ort nicht nur als Name auf einer Karte, sondern als Teil der Berliner Stadtgeschichte und Gegenwart nachvollziehbar.
Der Standort lässt sich gut mit weiteren Zielen im jeweiligen Viertel verbinden, solange die Route nicht zu dicht geplant wird. Öffnungszeiten, Tickets und Bauzustände sollten am selben Tag über die zuständige Einrichtung kontrolliert werden; Suchmaschinen und ältere Portale können überholt sein. Für den Weg sind öffentliche Verkehrsmittel meist sinnvoll, dennoch gehören Fußwege zwischen Haltestelle und Eingang zur realistischen Zeitplanung. Eine Reserve für Kontrollen, Orientierung oder Pausen verhindert, dass unerwartete Änderungen den gesamten Besuch bestimmen. Für aktuelle Einschränkungen durch Bauarbeiten, Sonderveranstaltungen oder Sicherheitslagen bleibt stets der Betreiber beziehungsweise die zuständige Berliner Einrichtung die verlässlichste Quelle. Angaben von Drittanbietern sollten mit diesem Stand abgeglichen werden.